1957 steht in San Francisco ein literarisches Meisterwerk vor Gericht. Angeklagt ist «Howl», ein Gedicht des schwulen Autors Allen Ginsberg (James Franco). Gerade erschienen, wird die ohnehin kleine Auflage des Werks von der Polizei beschlagnahmt, und der Verleger muss sich wegen der Verbreitung obszönen Schrifttums vor Gericht verantworten. Das letztendlich überraschende Urteil gilt bis heute als Geburtsstunde der Beat-Generation und der amerikanischen Gegenkultur.
«Howl» heisst denn auch der neuste Film von Robert Epstein und Jeffrey Friedman, die mit «The Celluloid Closet», «Paragraph 175» oder «The Times of Harvey Milk» Meilensteine des Queer-Cinemas auf die Leinwand gebracht haben. Sie verfilmten den Spirit jener Generation teils mit animierten Passagen und lassen den Prozess und das Leben des wegweisenden Dichters in eindrücklichen Bildern wiederauferstehen. |